THEATERBREMEN

Silberner Roland für Marysol Schalit

Die Sopranistin Marysol Schalit vom Theater Bremen wird mit dem Silbernen Roland des Jahres 2017 ausgezeichnet! Dies verkündete jetzt die Bremer Volksbühne, die den Preis in unregelmäßigen Abständen verleiht. Dabei entscheidet nicht etwa eine Jury, sondern das Publikum selbst. Den letzten Silbernen Roland erhielt vor drei Jahren Schauspielerin Gabriele Möller-Lukasz.

„Ziel ist es, die Leistungen des Musiktheaters im Allgemeinen und die des gewählten Ensemblemitglieds im Besonderen zur Spielzeit 2016/17 hervorzuheben“, sagt Holger Kohlmann, der Vorsitzende der Volksbühne Bremen. Der Preis „Silberner Roland“ wird im Wechsel im Schauspiel und Musiktheater vergeben. Kohlmann weiter: „Unsere Opernabonnenten haben abgestimmt und, wie ich finde, eine exzellente Wahl getroffen.“

Marysol Schalit glänzte in der abgelaufenen Spielzeit unter anderem in der Titelpartie von Karl Amadeus Hartmanns „Simplicius Simplicissimus“ und als Gretel in Humperdincks „Hänsel und Gretel“. Des Weiteren war sie als Sophie in „Werther“, als Gilda in „Rigoletto“ und als Susanna in „Le Nozze di Figaro“ zu erleben.

Überreicht wird Marysol Schalit der Silberne Roland am 19. Januar nach der Vorstellung von „Die Zauberflöte“ um 19 Uhr im Theater am Goetheplatz. Die Laudatio hält Intendant Michael Börgerding.

Geboren wurde Marysol Schalit in Basel. Nachdem sie 2007 ihr Konzertdiplom an der Hochschule für Künste Biel/Bern abgeschlossen hatte, folgte das Solisten – und Operndiplom, allesamt mit Auszeichnung.
Noch während ihrer Studienzeit sammelte sie Bühnenerfahrung am Stadttheater Biel Solothurn als Flora in „The Turn of the Screw“, Despina in „Così fan tutte“ im Rahmen der Biennale Bern, als Amor in Glucks „Orphée et Euridice“ und Juliette in Lehárs „Der Graf von Luxemburg“. Marysol Schalit ist Preisträgerin der Fridel Wald-Stiftung 2006, der Kiefer Hablitzel Stiftung, der Hedwig Collard-Scherrer Stiftung 2008 und 2010, des Internationalen Simandy Jozsef Gesangswettbewerbs in Ungarn 2008 und des Migros-Kulturprozent Studienpreises 2008 und 2010. Nachdem sie 2010/11 dem Internationalen Opernstudio des Theater Bremen angehörte, ist sie seit der Spielzeit 2011/12 Ensemblemitglied und war seither unter anderem zu erleben als Papagena und Pamina in „Die Zauberflöte“, als Zerlina in „Don Giovanni“ als Ilia in „Idomeneo“, als Hannchen in „Der Vetter aus Dingsda“, Miss Jessel in „The Turn of the Screw“, als Mi in „Land des Lächelns“, als Anne Frank sowie als Jenny in „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. Neben ihrer Beteiligung an Felix Rothenhäuslers spartenübergreifendem „Faust hoch zehn“ war sie weiter als Bradamante in Vivaldis „Orlando furioso“, als Musetta in „La Bohème“, als Adina in „L’elisir d’amore“ und als Ifigenia in „Oreste“ zu erleben.

Das Bild zeigt: Marysol Schalit in der Titelpartie in „Simplicius Simplicissimus“
Foto und Copyright: Jörg Landsberg