THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

Lucia di Lammermoor

Dramma tragico in drei Akten von Gaetano Donizetti
Text von Salvadore Cammarano nach dem Roman
„The Bride of Lammermoor“ von Sir Walter Scott

„Wahnsinn – das ist, im Denken der Literatur, der radikale Austritt aus der allgemeinen Ordnung.“ (Peter von Matt) — Dass eine unmögliche Liebe nicht nur häufiger, sondern vor allem auch folgenreicher und wirkungsvoller ist als jede Liebesgeschichte, das dürfte auch Gaetano Donizetti klar gewesen sein. Nicht umsonst griff er für seine Oper „Lucia di Lammermoor“ auf den Erfolgsroman von Sir Walter Scott zurück, in dem Schauerromantisches auf die Urkonstellation der Liebestragödie schlechthin trifft – ein Liebespaar zwischen zwei verfeindeten Familien: Lucia soll durch eine günstige Heirat den Ruin der Linie Ashton abwenden, ist aber dem Erzfeind der Familie, einem Ravenswood, verfallen. Um die unerwünschte Liaison zu vereiteln, ist dem Oberhaupt der Ashtons jedes Mittel recht. Und so kommt es – losgetreten durch einen fingierten Brief – zu Zwangsheirat, Mord und einer musikalisch hochvirtuosen Flucht in Wahnsinn und Tod. Nach „Wozzeck“ und „La Damnation de Faust“ wird sich Regisseur Paul-Georg Dittrich Donizettis klingendem Psychogramm einer an gesellschaftlichen Zwängen scheiternden Liebe widmen.

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