THEATERBREMEN

Kleines Haus

Nathan der Weise

Ein Weichmacher für den Glaubenspanzer
von Gintersdorfer/Klaßen nach Lessing

„Seit den Attentaten in Frankreich erwähne ich, wenn ich mich irgendwo vorstelle, spätestens im dritten Satz, dass ich Jüdin bin. Ich tue es aus Solidarität, weil Juden in Europa wieder angegriffen werden. Früher kam in meinem Selbstverständnis irgendwo das Judentum vor, sicher nicht an erster, zweiter oder dritter Stelle. Das hat sich geändert.“ (Gila ­Lustiger) — Das international tätige ivorisch-deutsche Performance-Team Gintersdorfer/Klaßen hat in den letzten Jahren kontinuierlich Abende für das Theater Bremen entwickelt. Zuletzt im Musiktheater „Les robots ne connaissent pas le blues oder Die Entführung aus dem Serail“ und im Schauspiel „Dantons Tod“, ein postkoloniales Theaterstück nach Georg Büchner. Zusammen mit den AkteurInnen des Schauspielensembles befassen sie sich nun mit dem Aufklärer Lessing. Angesichts der zunehmend vorurteilsverhafteten Wahrnehmung von Muslimen, Christen und Juden suchen sie nach einem künstlerischen Austausch zwischen Gläubigen der drei monotheistischen Religionen mit ihren absoluten Wahrheitsansprüchen. „Es eifre jeder seiner unbestochnen / von Vorurteilen freien Liebe nach!“

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