THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz / Zum letzten Mal

The Fairy Queen

Semi-Opera in fünf Akten von Henry Purcell
nach William Shakespeares „A Midsummer Night’s Dream“
Deutsche Übersetzung und Bearbeitung von Durs Grünbein
Arien in Originalsprache mit deutschen Übertiteln
19 Uhr Einführung

„Und ich träumte, was nicht jeder träumt. Das geht weit über menschlichen Verstand. Menschen wären Esel, wenn sie diesen Traum erklärten. Mir war – ich war – niemand kann das je erklären. Kein Menschenauge hat das je gehört, kein Ohr niemals gesehen, keine Menschenhand kann so was schmecken, keine Zunge fassen, kein Herz sagen, was ich träumte.“ (Zettel, „A Midsummer Night’s Dream“) — Träume, Triebe, unausgesprochene Sehnsüchte – in Henry Purcells musikalischer Übermalung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ brechen sie sich Bahn. In fünf Akten und quer durch alle Gattungen, Erzählformen und Sparten entfaltet sich ein virtuoses Spiel mit den Leiden und Freuden der Liebe, den Grenzen von Traum und Wirklichkeit, Sinnlichem und Übersinnlichem, das der Regisseur und Videokünstler Robert Lehniger für das Theater Bremen in Szene setzt. Gemeinsam mit Ensemblemitgliedern aus dem Moks, Schauspiel, Musiktheater und Tanz spürt er dabei unterschiedlichen Liebes- und Lebensentwürfen nach.

Dauer: ca 3 Stunden, eine Pause

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Pressestimmen

„[Robert Lehniger] nimmt die Zuschauer mit auf eine Expedition in die Welt der Träume, Sehnsüchte, Leidenschaften. […] Lehniger, die Mitwirkenden aus Tanz, Schauspiel, Oper und Moks, und natürlich die Bremer Philharmoniker mit Olof Boman am Pult, bieten dem Publikum charmante, witzig-spritzige und manchmal auch nachdenkliche drei Stunden. […] diese Lesart der „Fairy Queen“ ist durchaus überzeugend, was auch an dem begeisterten Schlussapplaus bei der Premiere am Sonntag zu merken war. Die große Fülle an Ideen lässt einen wild wuchernden Zauberwald in den Köpfen der Zuschauer entstehen, weil das ungemein spielfreudige Ensemble ein Kabinettstückchen nach dem nächsten abfeuert […] Es ist also eine Menge los, und Lehniger hält das Ganze in Schwung durch die unterschiedlichen Tempi der einzelnen Szenen. Das passt exakt zu der Musik von Purcell […]. Olof Boman dirigiert die kleine Besetzung der Bremer Philharmoniker sowie die Continuogruppe wunderbar feinsinnig und präzise […]. Und er verhilft den durchweg überzeugenden Sängern zu berückenden Glanzparaden, allen voran Iryna Dziashko, Nerita Pokvytytė und Hyojong Kim. Großen Anteil am Gelingen hat zudem einmal mehr der engagiert agierende Opernchor unter der Leitung von Alice Meregaglia.“ Iris Hetscher, Weser-Kurier vom 23. Mai 2017

„[…] Die Inszenierung ist musikalisch ein großer Genuss. Das Spartenübergreifende hat bestens funktioniert, die Sänger, die Tänzer, die Schauspieler haben einzeln und als Ensemble überzeugt, um nur mal einen Darsteller besonders heraus zu heben: Justus Ritter verlieh seiner Rolle als Zettel einen ganz eigenen Witz […].“ Christine Gorny, Radio Bremen am 22. Mai 2017

„Die reiche Erfahrung, die Boman mit Barockmusik hat, ist in jedem Takt spürbar. Er sichert der Musik von Purcell […] Farbenreichtum und Individualität. Die kleine, mit Barockinstrumenten angereicherte Besetzung der Philharmoniker erweist sich dabei als bestens aufgestellt und an allen Pulten sehr kompetent. […] Iryna Dziashko und Nerita Pokvytytė (Sopran), Hyojong Kim (Tenor), Birger Radde (Bariton), Christoph Heinrich (Bass) sowie John Lettimore (Countertenor) erweisen sich dabei als stilsicheres und […] schlagkräftiges Ensemble. Und der von Alice Meregaglia einstudierte Chor überzeugt mit einer hervorragenden Leistung. […]“ Wolfgang Denker, nwz.online vom 23. Mai 2017