THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz / Zum letzten Mal

The Rake's Progress

Oper in drei Akten von Igor Strawinsky
Text von Wystan Hugh Auden und Chester Kallman

„Das Begehren ist eine Wunde in der Wirklichkeit.“ (Slavoj Žižek) — Drei Wünsche hat der Protagonist im Märchen frei. Nur selten gehen diese aber in Erfüllung – insbesondere dann nicht, wenn sie von einer mephistophelischen Kraft gelenkt werden. In Strawinskys gleichnishafter Oper „The Rake’s Progress“ wünscht sich Tom Rakewell, der strebende Anti-Held, nichts Geringeres als materiellen Reichtum, moralische Freiheit und Weltverbesserung. Er scheitert grandios: Denn am Ende seiner Wüstlings-Karriere stehen nicht die ersehnte Freiheit oder Liebe, sondern das Irrenhaus. Die Idee für seine miniaturartige Faust-Geschichte entnahm Strawinsky dem achtteiligen Gemäldezyklus „A Rake’s Progress“ von William Hogarth. Herausgekommen ist eine ebenso spannende wie groteske Quintessenz von Oper und ein gleichnishaftes Märchen mit einer prägnanten Moral: Es gibt im Leben kein Zurück.

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