THEATERBREMEN

Kleines Haus

Superposition

Ein visual poem von Alexander Giesche

„Der Letzte räumt die Erde auf.“ (WALL·E) — Was, wenn die Schauspielerin Nadine Geyersbach sich für einen Roboter halten würde? Und was, wenn sich dieser Roboter für den letzten Menschen auf Erden hält? Lebt er gar in einer algorithmischen Vorwegnahme der Zukunft? Was, wenn es eine eindeutige Zukunft geben würde, aber keine eindeutige Vergangenheit mehr? Gab es sie vielleicht gar nicht – jene Apokalypse, die nur den Roboter allein verschont hat? Ist sein Chip nur durchgebrannt? Ist er viele? Wir Menschen befinden uns stets im Moment der Gegenwart. Dieser befindet sich immer zwischen Zukunft und Vergangenheit und diese Gegenwart lässt sich nur noch in Paradoxien begreifen. Die Hysterie ist gewichen und das Lebensgefühl der systemischen Ohnmacht im Mainstream angekommen. Ist es Zeit für eine neue Position? Für eine Superposition? Der Regisseur Alexander Giesche und der Musiker Ludwig Abraham recyceln in ihrem neusten visual poem die Zukunft. Sie fantasieren sich eine Zeit, in der wieder alles möglich wird! Possibilismus! Eine Kettenreaktion der radikalen Hoffnung – machen! Zukunft besser machen!

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